Mittwoch, 14. Februar 2007

Aufgabe 5: "From connectivity to community" by Dieter Euler

Aufgabenstellung von Herrn Gramlinger:
Dieter EULER hat vor viereinhalb Jahren – elektronisch auf www.bwpat.de (!) – den Aufsatz "From connectivity to community - Elektronische Medien als Katalysator einer Kultur des selbstorganisierten Lernens im Team" publiziert.Ich bitte Sie alle, diesen Text in Ruhe und sorgfältig zu lesen (Sie finden ihn hier online: http://www.bwpat.de/ausgabe2/euler_bwpat2.pdf ). Dieser Text ist beinahe 5 Jahre alt - man sollte meinen, das sind Ewigkeiten in einem Bereich, der sich mit einer Geschwindigkeit verändert, die fast schon beängstigend ist. Aber Dieter Euler ist nicht irgendwer in der Wirtschaftspädagogik (hier der Link zu seiner Homepage) und dieser - v.a. pädagogische - Text ist es wert, genauer hinterfragt zu werden! Wie beurteilen Sie diesen Text hinsichtlich der Visionen, der beschriebenen Potentiale und der möglichen Implementation in die universitäre Lehre fast 5 Jahre später? Was hat sich verändert, was ist eingetreten, wo hat der Text heute noch die gleiche Gültigkeit wie vor fünf Jahren?

Auch ich muss sagen, dass ich den Artikel keineswegs als einen gestrigen einstufen würde. Dies ist vor allem daher beachtlich, weil man im Quellenverweis durchaus auch auf Unterlagen aus dem Jahr 1997 stößt. Auffällig fand ich nur, dass das Kapitel vier heute wohl kaum mehr unter dem Titel „Visionen“ angeführt werden würde. Ich denke dieser Abschnitt enthält einfach die allbekannten positiven Aspekte des Lernens in Hypertext bzw. Hypermedia, die heute durchaus bereits, natürlich immer in Abhängigkeit der Lehrperson, genutzt werden und somit nicht mehr wirklich als zukünftiges Ziel interpretiert werden können.
Zu Beginn des Artikels spricht der Autor verschiedene Statements an, bspw. dass die Schulen durch elektronische Medien ersetzt bzw. die Medien verstärkt in die Schule integriert werden sollten. Ich denke, dass in den letzten Jahren die letztere Aufforderung schon weitgehend erfüllt worden ist. Zu der ersteren, die, wie ich denke, auch der Autor sehr skeptisch betrachtet, fällt mir spontan folgendes Zitat von Stockhinger ein, welcher meint, „dass der lebendige Mensch, der widerspricht, etwas vormacht und Feedback gibt, der korrigiert und aufmuntert, schlichtet oder provoziert, ... durch eine Maschine nicht ersetzt werden kann" (Stockhinger, 1996, zit. n. Stangl).
Ich denke, dass Herr Euler mit der globalen Bereitstellung von Informationen und Bildungsinhalten über das Internet, egal ob durch/für Universitäten oder Unternehmen einen Bereich anspricht, der auch heute noch viel diskutiert wird. Wissensmanagement ist immerhin eine Weiterbildungsmöglichkeit, die in Schulen, Unternehmen, Universitäten etc. angestrebt, jedoch nur in sehr fortschrittlichen, zukunftsversierten Einrichtungen verwirklicht wird. Viel mehr gehört wohl auch heute noch die vom Autor angeführte Vier-Schritte-Pädagogik (Durchgenommen – auswendig gelernt – abgefragt – vergessen) zum universitären bzw. schulischen Alltag.
Herr Euler spricht in seinem Artikel auch viele Probleme des E-Learnings an, vor allem wenn es um größere Distanzen zwischen Lehrenden und Lernenden geht. Aber ich denke, dass Herr Prof. Gramlinger hinsichtlich unserer LVA, durch unsere vielfachen Forumsbeiträge und asynchronen Aufgaben einen sehr guten Weg gefunden hat, die Problematik der verminderten Kommunikationsintensität zwischen Dozenten und Studenten in der virtuellen Vorlesung, zu lösen. Dies zeigt, dass andere im Text angeführte Methoden des Unterrichtens über das Internet durchaus ihre Wirkung nicht verfehlen. Natürlich hoffe ich aber, dass unsere Forumsbeiträge nicht, wie im Artikel erwähnt, von niedriger Qualität sind ;) Ich denke, dass dieser Artikel alles in allem durchaus die Gegenwart des E-Learnings sehr gut auf den Punkt trifft. Auf alle Fälle enthält er alles, was man auch heute zu dieser Thematik in den verschiedenen Lehrveranstaltungen erfährt und das selten gut in einem Text verpackt!

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