Aufgabenstellung von Herrn Gramlinger:Ich knüpfe an den Satz "In Bezug auf die Universität möchte ich anmerken, dass die Kultur des selbstorganisierten Lernens noch nicht Einzug gefunden hat" von Frau Mayer an und habe drei Fragen an die vier Gruppen:
1) Stimmen Sie (als KGR!) diesem Satz zu oder nicht (?) und führen Sie Ihr pro oder contra (oder auch Ihre Differenzierungen) kurz aus!
2) In welchen Situationen - entweder an der Uni oder außerhalb - haben Sie "selbstorganisiert" oder auch aus eigenem Interesse/ intrinsisch motiviert gelernt und was sind Ihrer Meinung nach wichtige Voraussetzungen für ein selbstorganisiertes Lernen?
3) Bitte lesen Sie alle den Text: Arnold, P. /Putz, P. (2000): Communities of Practice als Orientierungsrahmen für die Gestaltung virtueller Lernumgebungen beantworten Sie meine "naive" Frage: Was haben nun diese CoPs mit selbstorganisiertem Lernen zu tun - und gibt es solche Communities an der Uni?
1. Frage:Unserer Meinung nach trifft die Aussage von Frau Mayer überwiegend zu. Natürlich können wir diese nur in Bezug auf die Johannes Kepler Universität bewerten. Zu aller erst wollen wir den Begriff selbstorganisierte Lernen definieren, da er unserer Meinung nach nicht unbedingt selbsterklärend ist. Wir verstehen unter dem Begriff, dass lernende Kinder bzw. Erwachsene über die Zeiten, das Ziel und die Orte ihres Lernens selbst entscheiden. Es ist richtig, dass in vielen oder besser gesagt den meisten Kursen das selbstorganisierte Lernen nicht praktiziert wird. Anwesenheitspflichten und oftmalige Leistungskontrollen lassen dem/der StudentIn kaum viel Wahlmöglichkeit in oben genannten Bereichen. Jedoch ist durchaus spürbar, dass manche ProfessorInnen versuchen sich von den üblichen Lehrmethoden abzuwenden und in Richtung selbstbestimmtes bzw. organisiertes Lernen zu steuern.
2. Frage:Wir haben bisher im Bereich der Schule bzw. der Universität noch eher wenig Erfahrung mit selbstorganisiertem Lernen. Unsere Begegnungen damit hängen vor allem mit Kursen zusammen, wo es uns selbst überlassen war, wann wir unsere Arbeiten abgeben bzw. zu welchem Zeitpunkt wir unsere Leistungskontrolle absolvieren wollen. Auch der Lehrveranstaltung „Internetbasiertes Lernen“ empfinden wir den Anteil des selbstorganisierten Lernens als eher hoch. Dabei fällt uns auf, dass die Eigenverantwortung eine große Rolle spielt. Man muss sich immer am Laufenden halten, sonst übersieht man schnell einen Abgabetermin. Auch bei den vorherigen Beispielen mit der Selbstwahl des Abgabe- bzw. Prüfungstermins ist es wichtig, dass man aus Bequemlichkeit nicht übersieht, dass ein früherer Prüfungs- bzw. Abgabetermin eine frühere Entlastung bringt. Zahlreichere Erfahrung mit selbstorganisiertem Lernen haben wir aus unserem Privatleben. Immerhin ist es bei vielen Hobbies wichtig, dass man am Ball bleibt. Hierbei ist fällt es uns natürlich oft leichter uns zu motivieren, weil wir für uns einen besseren Sinn hinter der zu erlernenden Sache sehen.
3. Frage:Communities of Practice ist vor allem eine Form des sozialen Lernens. Bei dem Versuche die Zusammenhänge zwischen den CoPs und selbstorganisierten Lernens zu entdecken, wurden wir zu aller erst bei den allgemeinen Gestaltungsprinzipien von CoPs fündig. Die Freiheit der eigenen Festlegung des Lernziels ist ausdrücklich gegeben. Auch wenn ein Rahmenthema vorgegeben ist, steht es der Community oftmals frei, über die genaue Richtung ihrer Arbeit zu entscheiden. Die CoP ist auch für die Übernahme der verschiedenen Verantwortlichkeiten und Verteilung der Führungsrollen verpflichtet, was es der CoP ermöglicht selbst über Zeit und Ort zu entscheiden. Weiters wird dadurch eine hohe Eigenverantwortung der CoP verlangt, die jedoch wiederum intern durch Vergebung einer Führungsrolle abgestuft wird.Die AutorInnen betonen, dass die CoP sich vor allem auch nach Außen öffnen muss, um sich sinnvoll mit den Lerninhalten auseinanderzusetzen. Dies bedeutet, dass hier eindeutig nicht von vorgegeben Lernstoffen gesprochen wird, sondern die Lernenden in großem Maße selbst für ihre Lern/- Arbeitsunterlagen verantwortlich sind.
Diese offene Organisation und große Selbständigkeit der CoPs und nicht zu letzt ihr selbstorganisiertes Lernen wird daher gut durch internetbasierten Lehrveranstaltungen gefördert. Durch CoPs wird das selbstorganisierte Lernen vor allem um den sozialen Faktor erweitert.
Diese offene Organisation und große Selbständigkeit der CoPs und nicht zu letzt ihr selbstorganisiertes Lernen wird daher gut durch internetbasierten Lehrveranstaltungen gefördert. Durch CoPs wird das selbstorganisierte Lernen vor allem um den sozialen Faktor erweitert.
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